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[Alte Artikel] Meine Wii

24.07.2008 | Autor: Andreas | Thema: Konsolen | 

Ich habe gerade gesehen, der Google Reader zeigt mir noch einige meiner alten Beiträge an. Leider hab ich zwischenzeitig meine WordPress-Sicherung gelöscht, so dass sämtliche Artikel verloren waren. Aber Google sei Dank, kann ich die zwei Artikel zur Wii retten und wieder online stellen. Leider kann ich die Kommentare zu beiden Artikeln nicht mehr rekonstruieren.

Meine Wii – erste Eindrücke (Erstveröffentlicht am 15.04.2007!)

Seit enigen Tagen bin ich Besitzer einer Nintendo Wii. *Juhuuuu* Beim Auspacken und Anschließen der Konsole hab ich mich wie ein kleines Kind gefreut. Dabei war ich immer wieder gespannt darauf, zu erfahren, wie das so mit der neuen “revolutionären” Steuerung ist. Um’s vorweg zu nehmen, das Feeling ist genial, kein Pad mehr in der Hand, sondern so’ne Fernbedienung.

Aber eins nach dem anderen. Der erste Eindruck. Das Weiß ist gewöhnungsbedürftig, ist aber mal etwas anderes, und sieht gar net so schlecht aus. Die Verarbeitung scheint top zu sein, mir sind jedenfalls noch keine knarzenden oder quietschenden Teile aufgefallen. Die Konsole ist klein und Handlich, man kann sie also auch schnell mal einpacken, und zu Freunden mitnehmen.

Die Wii-Fernbedienung liegt gut in der Hand und ist dabei nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Für meine Begriffe sind jedoch die Buttons zum Teil zu weit von einander entfernt. Mitten im Spiel hat man schon mal Mühe und Not im Eifer des Gefechtes den richtigen Knopf zu drücken. Kann aber auch sein, dass das nur eben gewöhnungsbedürftig ist.

Der Nunchuk, welcher an die Fernbedienung mit angeschlossen wird, ersetzt das Steuerkreuz eines normalen Gamepads. Liegt ebenfalls gut in der Hand.

Und nun zur Steuerung. Tja, ist schon lustig das Ganze. Wenn man sich nach ein paar Minuten dran gewöhnt hat, mag man die Fernbedienung gar nicht mehr aus der Hand legen wollen….

Weil die Befehle der Fernbedienung und des Nunchuks per Funk übertragen werden, wird entweder auf oder unter das TV-Gerät eine Sensorleiste platziert. Sie ist klein und unauffällig, macht auf mich aber einen eher “billigen” Eindruck. Ich hatte das Gefühl, sie mit Samthandschuhen anfassen zu müssen, weil sie sonst zerbricht, bzw. das Verbindungskabel zur Konsole sonst raus reißt.

Nintendo liefert mit der Konsole gleichzeitig auch gleich das Spiel Wii-Sports mit aus. Ich gebe zu, ich habs nur mal kurz angetestet, weil Zelda schon auf mich gewartet hat. Ich denke, zu mehr als nem Party-Spiel wirds wo nicht reichen, oder maximal als Vorführung dessen, was mit der neuen Konsole und der Steuerung alles möglich ist. Die unterschiedlichen Sportarten lassen sich alle super-easy spielen, aber wie gesagt, nen Dauergast in meiner Konsole wird es wohl eher nicht.

Zelda. The Legend of Zelda: The Twillight Princess. Was hab ich mich auf dieses Spiel gefreut. Zelda halt. Wer kennt es nicht aus seiner Jugend? Und auch der neue Teil in einer endlosen Reihe von Zeldateilen entäuscht nicht, oder sagen wir mal, nur an einigen Eckpunkten. Die Grafik ist manchmal… eher matschig… muss das so sein? Ist das Bestandteil des Spiels? Oder einfach nur nicht besser gemacht worden? Man weiß es nicht…. Auch scheint das Spiel sehr linear abzulaufen. Ich kann mich noch an Ocarina erinnern, da konnte man viele Bereiche erkunden, auch ohne gerade einen Bestandteil der Story abspielen zu müssen, also einfach auf Entdeckungstour gehen. Das scheint in dem neuen nicht möglich zu sein, oder aber ich bin noch nicht weit genug im Spiel vorangeschritten. Lassen wer uns einfach überraschen. Die Steuerung hingegen ist sehr gut umgesetzt, und vor allen Dingen sehr präzise, die Konsole reagiert auf jede Bewegung der Fernbedinung sofort, und setzt diese um. Die Story des Spiels, keine Ahnung, da bin ich noch nicht ganz durchgestiegen.

Worauf ich mich am allermeisten freue, die Klassiker zu spielen. Super Mario 64. The Legend of Zelda: Ocarina of Time. … Und jede Menge anderer Spiele. ABER!!! Und hier macht Nintendo viele Besitzer des Wii’s wieder mal unglücklich. Ich habe kein W-Lan, um den in der Konsole eingebauten “Netzwerkanschluß” nutzen zu können. Es gibt jedoch einen LAN_Adapter. Den gibt es aber erst ab Anfang Mai 2007 zu kaufen !!!! Himmel Sakre!!! Solange muss ich warten???

Nichts desto trotz, für 250 € hat Nintendo ein sehr gutes Stück Unterhaltungselektronik abgeliefert, das zwar grafisch nicht mit der Xbox360 und PS3 mithalten kann, muss es aber auch nicht. Schon die Art und Weise der Steuerung, und die Möglichkeit, Klassiker wieder zum Leben erwecken zu können, reicht schon vollkommen aus denke ich. Bleibt zu hoffen, dass die Spieleentwickler aber trotzdem das Potential nutzen, und neue gute Spiel entwickeln werden…

So, das für den Anfang. Genaueres folgt in den nächsten Tagen.

Meine Wii – weitere Eindrücke (Erstveröffentlicht um den 29.04.2007 herum!)

Nach dem ich mich nun seit vierzehn Tagen eingehend mit meiner Wii beschäftigt habe, kann ich nun eine etwas objektivere Meinung von selbigem abgeben. Das schlechte zu erst, größtes Problem, die Wii lässt sich mangels (noch) fehlendem Zubehör nur mit Wlan mit dem Internet verbinden. So bleibt es mir leider vergönnt, die Onlineangebote von Nintendo zu nutzen. Schade eigentlich. Aber weil die Wii ja so klein und handlich ist, hab ich den einfach eingepackt, und bin zu Daniel gefahren.

Die Verbindung zu seinem Netzwerk war relativ fix eingestellt, so dass auch sehr schnell die Meldung präsentiert wurde, dass mehrere Updates verfügbar seien. Also dann mal los. Nachdem das Update durchgefürht wurde war der Nachrichten- und der Wetterkanal nutzbar. Ist in meinen Augen beides eine nette Spielerei, mehr aber auch nicht.

Was ich viel interessanter fand, war der Wii-Shop. Der Wii bietet von Haus aus die Möglichkeit, alte Klassiker aus ich glaube 20 Jahren Nintendogeschichte (inzwischen auch TurboGrafx und NEOGEO, und neu hinzugekommen WiiWare) zu erwerben (oder viel mehr die Nutzungslizenz!), um diese dann auf dem Wii zu zocken. Unter anderem bekommt man im Wii-Shop diese Lizenzen. Dafür erwirbt man in einem Elektrofachgeschäft seiner Wahl ein Wii-Points-Karte, welche im weitesten Sinne vergleichbar ist mit einer Prepaidkarte bei Mobilfunkanbietern ist, diese schreibt man dann dem Wii-Shop-Konto gut. Die gutgeschriebenen Punkte sind dann aber nur mit dieser einen Konsole verwendbar, sie können nach der Gutschrift also nicht von Konsole zu Konsole transferiert werden. Das ganze hat zumindestens den Vorteil, man braucht keinerlei persönlicher Daten von sich preisgeben.

Ich habe mich dann für die Klassiker Super Mario 64 und The Legend of Zelda: Ocarina of Time entschieden. Diese werden mittels Download auf dem Speicher des Wii’s gespeichert. Die Spiele können auch auf einer externen Speicherkarte abgelegt werden, sind aber nur mit der Konsole nutzbar, auf der sie gedownloadet wurden. Klar, Nintendo mag Geld verdienen, kann ich verstehen.

Das genialste am Shop ist aber nicht die Konsummöglichkeit an sich, sondern viel mehr die Musik, die da im Hintergrund läuft. Klingt doof, ist aber so. Das ganze erinnert ein wenig an Fahrstuhlmusik, nur einhundert mal besser… Dumm nur, dass meine Punkte schon verbraucht waren, ich hätte nämlich noch mehr “kaufen” können… Was Musik so alles anstellen kann. Ich hätte dieser stundenlang lauschen können.

Ein erster Test der Klassiker verlief überraschend positiv. Ich hatte mir zunächst einen Wii Classic-Controller zugelegt, der ein wenig Ähnlichkeit mit den damaligen Controllern vom NES hat, aber sehr gut in der Hand liegt. Einzig negativ aufgefallen ist mir, dass die Anordnung des A- und des B-Buttons irgendwie verkehrt herum ist, also B links und A rechts. Ich glaube mich zu erinnern, dass A früher links war, jedenfalls hatte ich das noch so im Gefühl. Dem zur Folge hab ich natürlich immer im Spiel falsche Aktionen gestartet, aber vielleicht gewöhnt man sich ja dran.

Schon beim ersten Ertönen der Titelmelodie von Ocarina of Time war ich um Jahre zurückversetzt. Einfach herlich das Gefühl, das Kind im Manne kommt da zum Vorschein. Auf, dass Nintendo noch weitere gute Klassiker veröffentlichen möge!!

Ich glaube, an den Spielen wurde nichts verändert, was Grafik und Sound angeht, mir ist zumindestens nichts weiter aufgefallen. Aber das macht auch nichts, denn dem Spaßfaktor tut’s keinen Abbruch

Als ich mir die Wii angeschafft habe, habe ich auch gleich das neue Zelda gekauft. Immer wenn ich viiiieeeel Zeit habe, wird des gezockt. Auch wenn es meiner Meinung nach bei weitem nicht an Ocarina heran kommt, weil hier und da doch einige Kleinigkeiten sind, die mich stören, so ist das Game doch wieder einmal ein Hit. Ohne hier etwas von der Story veraten zu wollen, die Möglichkeit, sich in einen Wolf zu verwandeln bringt frischen Wind in das Game.

Wie in jedem Teil der langen Zeldareihe ist wieder alles darauf ausgelegt, jede Menge Tempel zu finden, dieses so lange zu durchforsten, bis man zum Beispiel Pfeil und Bogen und jede Menge anderer nützlicher Dinge gefunden, bzw. hart erkämpft hat, um diese dann irgendwann mal, gegen den Endboss des jeweiligen Tempels einzusetzen. Wenn ich’s richtig gelesen habe, sind wohl neun verschieden Tempel im Spiel zu knacken. Das fängt wie immer mit dem Waldtempel an, geht über zum Feuerberg, Wassertempel, Eistempel… um nur ein paar zu nennen. Faszinierend ist, dass die Tempel zum Teil wesentlich größer sind als noch in Ocarina oder Windwaker. Einige Tempel sind hammer hart, frei nach dem Motto, hole Teil A im Raum B, schaffe diesen in Raum J, gehe aber dabei über Raum C, schiebe dann in Raum D jene Plattform, um in Raum F zu gelangen, kämpfe in Raum G und H, damit sich in Raum D dann der Zugang zu Raum J öffnet. Andere Tempel sind wesentlich leichter, aber dafür riesig groß, so dass man stundenlang braucht, um durch zu kommen, und wunderschön im Design. Heißt also, für die Tempel im Spiel gibt es Bestnoten.

Was mir nicht gefällt, abseits der Story gibts es wenig zu entdecken. Mir fehlt zumindesten ein wenig der Anreiz dies zu tun. Ich weiß nicht, woran es liegt. Aber in Ocarina ist man alle Nasen lang über diese und jene Figur gestolpert, die ein bat dies und das zu besorgen, nicht jedoch ohne vorher jenes und welches erledigt zu haben. Irgendwie gab es da auch mehr dunkle Ecken, in denen man manches Geheimnis entdecken konnte.

Auch die Grafik im Spiel muss einige Kritik ertragen. Bis auf die Tempel, die wie gesagt hervorragend im Design sind, ist der Rest manchmal nur schnöder Einheitsbrei, weil die Grafik so matschig ist… Nun ja, den Spielspaß verdirbt es nicht wirklich.

Teilweise wurden Effekte aus Windwaker übernommen. So explodieren Gengenr zum Beispiel sehr effektvoll in einem Meer aus Farben und Rauch. Sieht wunderbar aus. Passt aber irgendwie nicht in die düstere Atmosphere von Twillight Princess.

Viele Leute bemängeln, dass es wieder keine wirkliche Sprachausgabe gibt. Ich find des gar net schlecht. Ich finde, eine Sprachausgabe würde den urspünglichen Flair eines Zeldaspiels stören. Einzig und allein die eher ab und an schlechte Abstimmung zwichen Text und Lippenbewegung der Protagonisten, ist auffällig. Da kann es schon mal vorkommen, dass der Text auf dem Bildschirm schon vollständig vom Zocker gelesen wurde, sich dann aber erst die Lippen der virtuellen Figur bewegen.

Die Story im Spiel wird bruchstückchenhaft erzählt, und kann auch mit einigen Wendungen auftrumpfen. Lediglich die Art und Weise, wie sie erzählt wird, ist im Vergleich zu Ocarina eher schlechter geworden. Wo man sich heute in den Zwischensequenzen nur mit den Leuten unterhält, und man sehr wenige “Filmchen” gezeigt bekommt, war es in Ocarina genau umgekehrt, da gabs mehr “Filmchen” und weniger Unterhaltungen. Ist in sofern doof, als das man nun ständig mir Lesen und Knöpchendrücken beschäftigt ist.

Die Steuerung mit der Wii-Fernbedienung und dem Nunchuck ist hervoragend. Jede Bewegung wird sofort umgesetzt. Einen Schönheitsfehler hat aber auch die Fernbedienung. Weil diese mittels Bluetooth kabellos funktiniert, braucht man Batterien. Tja, und irgendwann sind die alle… Mir passierte es unlängst, und zwar mitten im Kampf mit einem Zwischenboss… Himmel sakre… was soll das denn jetzt… keine Ersatzbatterien da… Shit!

Schlußendlich, wer eine Wii sein Eigen nennt, und Twillight Princess noch nicht besitzt, kaufen!!

Und wer eine Wii noch nicht sein Eigen nennen kann, nun, leistungsmäßig natürlich nicht mir den anderen beiden Konkurenten vergleichbar, aber der Spielspaß und die Technik stimmen, und für den Preis alle mal.

Sehr positiv im Übrigen zu erwähnen, die Wii ist im Gegensatz zur Xbox360 flüsterleise… !! :-)


Andreas Autor: Andreas
Kategorie: Konsolen
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