Der Leopard, die Linkstation Live und Time Machine
28.07.2008 | Autor: Daniel | Thema: Mac OS X, Spielzeug |
Backups sind wichtig – ich glaube da sind wir uns alle einig. Und eine Backuplösung im privaten Bereich sieht ja oft so aus, dass man sich eine USB-Festplatte gönnt und dann (im Idealfall) über Time Machine regelmäßige Backups macht. Ich habe mich kürzlich dazu entschlossen, mir ein NAS – die Linkstation Live 500GB von Buffalo – zu gönnen, da ich zum Einen Daten lokal mit meiner Frau und zum Anderen via FTP mit meinem Bruder und meinem Kumpel austauschen möchte.
Zunächstmal muss ich sagen, dass ich von der Installation recht angetan war: einfach an meinen Netgear Router angeklemmt den “NAS NAvigator” von CD installiert und anschließend über das Browserbasierte Oberfläche konfiguriert… Die Ordner- und Benutzereinrichtung / -freigabe ist selbsterklärend und auch das aktivieren des FTP-Servers ist mit einem Klick erledigt (Die Konfiguration des Routers für den FTP-Zugang war im Übrigen ebenso angenehm einfach zu erledigen). Zur Performance kann ich momentan recht wenig sagen, da ich (noch) keinen Gigabit-fähigen Router besitze… gelesen habe ich aber in diversen Tests, dass die Linkstation – in einem Gigabit Netzwerk – mit 15MB/s recht schnell ist. Nun aber interessanten Teil der Geschichte: Natürlich möchte ich meine Backups auch über die Linkstation machen. Dies war zwar nicht so ohne weiteres möglich, mit ein paar kniffen gings dann aber doch:Zunächst mal muss man Time Machine beibringen, dass auch Netzlaufwerke angesprochen werden können – und das geht so:
- 1. Terminal öffnen
- 2. das Folgende eingeben:
defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1
Damit wäre der erste Schritt getan. Des weiteren muss aber noch – und das ist das größere “Problem” – Time Machine auch tatsächlich mit der Linkstation zurecht kommen. Ich bin dazu nach einigen Recherchen in den Weiten des Internets folgendermaßen vorgegangen:
- 1. in der Linkstation ein Verzeichnis “TM_Backup” anlegen
- 2. Zugang auf mich beschränkt – lediglich afp aktiviert (Rest ist ja unnötig)
- 3. TM_Backup als Volume eingebunden
- 4. Konfiguration der Time Machine geöffnet und TM_Backup als Backuplaufwerk gesetzt
- 5. Time Machine gestartet. Auf dem Laufwerk wird nun ein Image angelegt (es funktioniert nur nicht). Einfach den Namen des angelegten Images kopiert, Time Machine abgebrochen und getoppt.
- 6. Das Festplattendienstprogramm gestartet und ein “mitwachsendes Bundle-Image” mit dem zuvor kopierten Namen erstellt. Wichtig dabei ist das Volumeformat: “Mac OS Extended (Groß-/Kleinschreibung, Journaled)”. Einfache Partition.
- 7. Anschließend das Image auf die das TM_Backupvolume kopiert. Nicht wundern: Nach dem Ertsellen des sogenannten Sparseimages hat das lediglich eine Größe von ca. 25MB. Das ist völlig in Ordnung so – Es wächst mit den Backups…
- 8. Time Machine getartet und siehe da: es funktioniert!!
Ich bin gespannt, wie sich die Zeitmaschine verhält, wenn das Image die Maximalgröße erreicht. Sollte hier schon jemand Erfahrungen gesammelt haben: bitte Posten!
Das wiederherstellen einzelner Dateien schien bisher unproblematisch. Eine komplette Wiederherstellung war bisher nicht nötig. Werde aber auch hier Bericht erstatten, sobald ich das mal hinter mich gebracht habe…


Autor: Daniel
Dienstag 16.09.2008 22:32
Grosse Klasse! Hat wirklich funktioniert!
Nun kann ich (endlich!) meine Linkstation Live, die ich mir letztes Weihnachten geschenkt habe, zum Backup nutzen.
Eine Anmerkung noch: Nur den ersten Teil des Namens angeben. Also das “.tmp.sparsebundle” weglassen. Und nicht vergessen das Image gross genug zu machen. ich habe 200 GB angegeben. Das Image ist dann initial etwa 110 MB gross.